Das Bermuda-Dreieck der Amtsstuben: Warum in deutschen Behörden gezielt Post ‚verschwindet‘ – und die Justiz wegschaut

Einleitung:

Wer in Deutschland existenzielle Anträge stellt – sei es beim Jobcenter, beim Sozialamt, bei der Wohngeldstelle, bei Familiengerichten oder Jugendämtern –, kennt das Phänomen, das an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist: Wichtige Post „verschwindet“ spurlos. Fristwahrende Widersprüche, dringliche Eilanträge, Gehaltsnachweise, Atteste oder Beschwerden lösen sich hinter den schweren Eingangstüren der Verwaltungen plötzlich in Luft auf. Selbst dann, wenn der Bürger den Zugang hieb- und stichfest mit Einschreiben-Rückschein, Fax-Sendebericht mit qualifiziertem Übertragungsprotokoll oder persönlichem Eingangsstempel belegen kann, behaupten Sachbearbeiter mit stoischer Dreistigkeit: „Hier ist nichts eingegangen.“ Es drängt sich eine fundamentale Frage auf: Wohin verschwindet diese Post

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