Das Marburger Karussell der Maßnahmen: Wenn ‚Gemeinnützigkeit‘ zum System der Ein-Euro-Jobber wird

Wer im Landkreis Marburg-Biedenkopf auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, gerät rasch in die Mühlen des lokalen Maßnahmemarktes. Was auf dem Papier als zukunftsorientierte „Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt“ verkauft wird, entpuppt sich für viele Betroffene in der Praxis als zermürbende Endlosschleife. Immer wieder führen die Zuweisungen des Amtes zu den gleichen, etablierten Akteuren – wie der Praxis gGmbH oder der Integral gGmbH. Doch statt einer nachhaltigen beruflichen Perspektive erleben Hilfesuchende dort oft fragwürdige Projekte, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern. Es ist Zeit, das Marburger System der „amtlichen Leiharbeit“ einer gründlichen, kritischen Prüfung zu unterziehen.

Das Geschäftsmodell hinter der Maßnahme: Billige Arbeitskraft statt echter Hilfe?

Für die Betroffenen bleibt das Gefühl zurück, nicht gefördert, sondern verwaltet und als günstige Arbeitskraft genutzt zu werden.

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