Gegen das Vergessen: Der Mord an Yu Jianhong in Trier und der schmerzhafte Kampf um die Wahrheit

Es gibt Daten, die sich tief in die Seele brennen und das Leben derer, die zurückbleiben, für immer verändern. Der 17. Juli 1994 ist ein solches Datum. An diesem Tag ereignete sich in einem Studentenwohnheim in Trier ein grausames Verbrechen: Der Mord an der jungen chinesischen Studentin Yu Jianhong. Doch während der Schmerz über diesen Verlust unvergänglich ist, offenbart der gesellschaftliche und institutionelle Umgang mit diesem Schicksal im Jahr 2026 eine erschreckende Kälte. Ein einziger, zutiefst loyaler Hinterbliebener kämpft seit nunmehr 32 Jahren unermüdlich darum, die Erinnerung an Yu Jianhong lebendig zu halten – und muss sich dabei gegen eine Mauer aus kollektivem Vergessen, Ignoranz und der Leugnung von Tatsachen zur Wehr setzen.

Das Schweigen einer Universität: Wenn Erinnerung unbequem wird

Yu Jianhong kam nach Deutschland, um zu lernen, zu leben und ihre Zukunft zu gestalten. Ihr gewaltsames Ende im Trierer

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Westside Gießen: Eine Vision, die auf Leerstand trifft

Das Studierendenwohnheim-Projekt „Westside“ in Gießen wurde als Leuchtturmprojekt für bezahlbaren und modernen Wohnraum beworben. Mit dem Spatenstich und den ambitionierten Plänen, Hunderten von Studierenden eine neue Heimat zu bieten, schien eine Lösung für die chronische Wohnungsnot greifbar. Doch heute, lange nach dem ursprünglich geplanten Bezugstermin, steht das Millionen-Projekt leer und wird zunehmend zu einem Symbol für eine verfehlte Planung und die Enttäuschung der Studierenden. (…dazu unser Good morning Germany Radio)

Schon in der frühen Phase gab es kritische Stimmen, die die hohen Baukosten und die Standortwahl an der viel befahrenen Lahnstraße hinterfragten. Statt eines ruhigen Lernortes entstand ein Gebäudekomplex, der dem Lärm und den Abgasen der städtischen

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