Menschenzoo zur Primetime

Warum GNTM und der Klum-Clan ein Armutszeugnis für das Fernsehen sind“

Seit zwei Jahrzehnten flimmert sie über die Bildschirme, und jedes Jahr sinkt das Niveau ein Stück tiefer in den Abgrund der Belanglosigkeit. Die Rede ist von „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM). Doch wer glaubt, hier ginge es um die seriöse Vermittlung eines Handwerks oder gar um die Förderung junger Talente, der irrt gewaltig. Unter der Regie von Heidi Klum hat sich die Sendung zu einer modernen Form des Prangers entwickelt. Hier werden Teilnehmerinnen (und neuerdings auch Teilnehmer) systematisch zum Affen gemacht, während die „Model-Mama“ selbst horrende Summen für eine Show kassiert, die im Grunde völlig überflüssig ist.


Fremdschämen als Geschäftsmodell

Das Konzept von GNTM ist so simpel wie grausam: Man nehme junge, oft naive Menschen, setze sie absurden Extremsituationen aus

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Infantiler Wahnsinn zur Primetime

Wie Joko & Klaas die Verblödung zur Kunstform erheben“

Man nehme zwei erwachsene Männer, lasse sie in absurden Wettbewerben gegeneinander antreten, füge eine Prise Fremdschämen und eine ordentliche Portion Sinnlosigkeit hinzu – fertig ist das Erfolgsrezept von ProSieben. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gelten als die „Goldjungen“ des deutschen Privatfernsehens. Doch wer hinter die Kulissen von Shows wie „Das Duell um die Welt“ oder „Joko & Klaas gegen ProSieben“ blickt, erkennt ein trauriges Muster: Mit einem Millionen-Budget wird hier Unterhaltung produziert, die keinen anderen Zweck erfüllt, als das Publikum bei der Stange zu halten, während das Niveau ins Bodenlose sinkt.


Das Geschäft mit der Belanglosigkeit

Es ist ein Phänomen unserer Zeit: Je sinnloser die Aktion, desto höher die Einschaltquote. Joko und Klaas haben es perfektioniert,

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