Warum GNTM und der Klum-Clan ein Armutszeugnis für das Fernsehen sind“
Seit zwei Jahrzehnten flimmert sie über die Bildschirme, und jedes Jahr sinkt das Niveau ein Stück tiefer in den Abgrund der Belanglosigkeit. Die Rede ist von „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM). Doch wer glaubt, hier ginge es um die seriöse Vermittlung eines Handwerks oder gar um die Förderung junger Talente, der irrt gewaltig. Unter der Regie von Heidi Klum hat sich die Sendung zu einer modernen Form des Prangers entwickelt. Hier werden Teilnehmerinnen (und neuerdings auch Teilnehmer) systematisch zum Affen gemacht, während die „Model-Mama“ selbst horrende Summen für eine Show kassiert, die im Grunde völlig überflüssig ist.
Fremdschämen als Geschäftsmodell
Das Konzept von GNTM ist so simpel wie grausam: Man nehme junge, oft naive Menschen, setze sie absurden Extremsituationen aus
Die Zahlen der aktuellen Staffel 2026 sind ein Schlag ins Gesicht jeder hart arbeitenden Fachkraft.
Früher stand das Fernsehen für Unterhaltung, Information und Bildung. Heute scheint es oft nur noch eine Plattform für die Zurschaustellung von Sinnlosigkeit zu sein. Insbesondere deutsche TV-Sender überfluten uns mit einem scheinbar endlosen Strom von Formaten, in denen sogenannte „Prominente“ in unsinnige Spiele verwickelt werden oder sich öffentlich auf Partnersuche begeben. Ob im Dschungelcamp, in Dating-Shows wie dem „Bachelor“ oder bei den unzähligen Reality-Formaten: Die Grenze zwischen echtem Entertainment und der reinen Ausbeutung menschlicher Oberflächlichkeit verschwimmt zusehends. Dieser Artikel beleuchtet, warum diese Art von Fernsehen mehr als nur harmlose Unterhaltung ist, sondern ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die das Streben nach Bedeutung verloren hat.