Unsere mediale Welt funktioniert nach einer grausamen Logik: Einzelschicksale werden dann großgeschrieben, wenn sie in ein aktuelles politisches Narrativ passen oder genug „Klicks“ generieren. Doch was passiert mit den anderen? Mit denen, deren Tod nicht laut genug ist oder die unbequeme Fragen an das System stellen? Schicksale wie das der Bundespolizistin Ramona Findling oder der Studentin Jianhong Yu drohen im Mahlstrom der Zeit zu versinken. Sie werden zu „vergessenen Toten“. Es ist Zeit, die Mauer des Schweigens einzureißen und zu fragen, warum diese Menschen keine Talkshow-Plätze und keine Mahnwachen der Polit-Prominenz erhalten.
Ramona Findling: Die Beamtin, die dem Staat zu unbequem wurde
Wenn eine Bundespolizistin in absoluter Verzweiflung zur Waffe greift, erschüttert das das Bild des „starken Staates“.
Warum Colleen Fernandez gehört wird