Das feige Schweigen der Vertrauten: Warum die Gedenkseiten für Ramona Findling und Elke Schreiner berühren

Einleitung:

Wenn das Leben eines Menschen auf tragische, erschütternde Weise endet, offenbart sich der wahre Charakter der Überlebenden nicht an wohlfeilen Trauerfloskeln, sondern an Taten. Der Fall der ehemaligen Bundespolizistin Ramona Findling aus dem bayerischen Vogtareuth und das Schicksal von Elke Schreiner aus Trier – der geschiedenen Ehefrau von Medienmacher und FMG-Gründer Raymund Martini – haben eine gewaltige Resonanz in der Öffentlichkeit ausgelöst. Die virtuellen Gedenkseiten verzeichnen einen enormen Zuspruch: Hunderte Bürger zünden Kerzen an, spenden virtuellen Trost und beweisen Mitgefühl. Doch auf der anderen Seite des Spektrums klafft ein dunkler, unerträglicher Abgrund: Ein Teil des einst vertrauten Umfelds, angebliche Freunde und Verwandte hüllen sich in feiges Totschweigen, verweigern jedes Beileid und treten die Würde der Verstorbenen mit Füßen. Wir stellen

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Das moralische Armutszeugnis: Wenn Kälte das letzte Geleit ersetzt – Eine Abrechnung von Raymund Martini

Medienmacher und FMG/Antenne West Chef R. Martini

Von Raymund Martini, Medienmacher, Gründer und Chefredakteur von Freie Medien Germany und Antenne West

Einleitung:

Das Leben verläuft selten in geraden Bahnen. Es ist geprägt von Höhen und Tiefen, von Brüchen, falschen Abzweigungen und menschlichen Unzulänglichkeiten. Kein Mensch geht fehlerfrei durch dieses Dasein. Doch die universelle Kulturleistung einer zivilisierten Gesellschaft misst sich seit Jahrtausenden daran, was geschieht, wenn der Vorhang fällt. Wenn der irdische Lebensweg endet, gebieten es Sitte, Anstand und das Grundgesetz, innezuhalten und der Totenruhe mit Würde zu begegnen. Was sich jedoch nach dem Ableben zweier Frauen – Ramona Findling aus dem bayerischen Vogtareuth und meiner geschiedenen Ehefrau Elke Schreiner aus Trier – im jeweiligen Umfeld

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Das Schweigen nach dem Schrei: Warum wir manche Tote vergessen und andere feiern

Unsere mediale Welt funktioniert nach einer grausamen Logik: Einzelschicksale werden dann großgeschrieben, wenn sie in ein aktuelles politisches Narrativ passen oder genug „Klicks“ generieren. Doch was passiert mit den anderen? Mit denen, deren Tod nicht laut genug ist oder die unbequeme Fragen an das System stellen? Schicksale wie das der Bundespolizistin Ramona Findling oder der Studentin Jianhong Yu drohen im Mahlstrom der Zeit zu versinken. Sie werden zu „vergessenen Toten“. Es ist Zeit, die Mauer des Schweigens einzureißen und zu fragen, warum diese Menschen keine Talkshow-Plätze und keine Mahnwachen der Polit-Prominenz erhalten.


Ramona Findling: Die Beamtin, die dem Staat zu unbequem wurde

Wenn eine Bundespolizistin in absoluter Verzweiflung zur Waffe greift, erschüttert das das Bild des „starken Staates“.

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Ramona und wir haben oft gelacht

Auf besonderen Wunsch dieses Artikels

(Autor Eliteeinheit, zu Ramona Findling, Bundespolizistin, Vogtareuth)

Ramona Findling war ein Mensch, der zu uns gehörte.

Sie sah in uns das, was wir auch in ihr sahen: den Menschen. Sie musste viele Anfeindungen, Ausgrenzungen und Verletzungen ertragen. Solche Dinge ziehen einen Menschen manchmal tief herunter. Doch wir haben gemeinsam gelernt, mit manchem Unsinn auf unsere eigene Weise umzugehen. Oft reichten am Ende schon ein paar Worte oder kleine Bruchstücke dieser Geschichten – und wir mussten lachen. Manchmal so sehr, dass uns der Bauch wehtat.

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Bruder und Schwester im Kampf – Erinnerungen an die Bundespolizistin Ramona Findling

Einleitung

Am 3. April 2020 ereignete sich eine Tragödie in Vogtareuth: Die Bundespolizistin Ramona Findling erschoss ihre beiden Kinder, Annabell (10) und Vivien (12), und anschließend sich selbst. Im Vorfeld der Tat wurden berufliche und private Belastungen bekannt. Zwei Tage zuvor soll ihr damaliger Partner die Beziehung beendet haben. In der Nacht der Tat schrieb sie ihrer Mutter: „Ich kann nicht mehr.“ 

 

Heute sprechen wir mit einem Menschen, der Ramona über Jahre hinweg begleitet hat. Er beschreibt ihre Verbindung als eine besondere Form von Nähe: „wie Bruder und Schwester im Kampf“

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