Unsere mediale Welt funktioniert nach einer grausamen Logik: Einzelschicksale werden dann großgeschrieben, wenn sie in ein aktuelles politisches Narrativ passen oder genug „Klicks“ generieren. Doch was passiert mit den anderen? Mit denen, deren Tod nicht laut genug ist oder die unbequeme Fragen an das System stellen? Schicksale wie das der Bundespolizistin Ramona Findling oder der Studentin Jianhong Yu drohen im Mahlstrom der Zeit zu versinken. Sie werden zu „vergessenen Toten“. Es ist Zeit, die Mauer des Schweigens einzureißen und zu fragen, warum diese Menschen keine Talkshow-Plätze und keine Mahnwachen der Polit-Prominenz erhalten.
Ramona Findling: Die Beamtin, die dem Staat zu unbequem wurde
Wenn eine Bundespolizistin in absoluter Verzweiflung zur Waffe greift, erschüttert das das Bild des „starken Staates“.

Hoher Besuch in der historischen Universitätsstadt: Bundeskanzler Friedrich Merz beehrte am Samstag den 25. Mai 2026 Marburg. Doch während die offiziellen Kanäle das Bild eines harmonischen Besuchs zeichnen, blieb am Rande ein fader Beigeschmack. Es gab Berichte über Versuche, die Arbeit von Pressevertretern zu lenken und einzuschränken. Wir von Freie Medien Germany (FMG) betonen ausdrücklich, dass wir vor Ort ungestört berichten konnten und von dubiosen Vorgehensweisen verschont blieben. Doch Professionalität bedeutet für uns auch Wachsamkeit: Wir kritisieren die Schikanen gegen andere Kollegen scharf.